Warum ich meinen Kolumbien – Roman geschrieben habe

IMG_1168Dies ist ein Artikel aus der Serie ‚Mein Leben als Schriftstellerin‘.

Die ‚verlorene Stadt‘ (ciudad perdida) im Norden Kolumbiens ist neben dem Machu Picchu eine der größten wiederentdeckten Städte Südamerikas. Sie liegt inmitten der Sierra Nevada de Santa Marta und ist in einem dreitägigen Fußmarsch erreichbar. 2011 habe ich mich mit einer Gruppe Touristen und Einheimischen auf den Weg gemacht, dieses wundervolle Stück Kultur zu erkunden. Während der Wanderung erzählte mir ein Urwaldbewohner, dass die Guerilla im Vorjahr in der ‚verlorenen Stadt‘ eine Touristengruppe entführt hätte und er der Guide dieser Gruppe gewesen war, der als einziger entkommen war. Er berichtete detailliert, wie die Entführung abgelaufen war und ich hörte ihm aufmerksam zu.
Wieder zurück im Dorf Taganga, lernte ich einen Vater mit Sohn kennen, der sich mit Herstellung und Verkauf von Drahtfiguren über Wasser hielt. Er berichtete, dass er in der Nähe der ‚verlorenen Stadt‘ im Urwald gewohnt hätte und vor kurzem flüchten musste, weil das Paramilitär ihm angedroht hätte, ihn zu töten.
Mich berührten die Menschen und ihre Auseinandersetzung mit der politischen Situation. Ich wollte mehr wissen und begann, zu recherchieren. Ich musste ein Buch schreiben. Es sollte ein Roman werden.

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Spiritueller Thriller

Da die Menschen in Kolumbien sehr spirituell veranlagt sind, wollte ich die ‚Entführung in der verlorenen Stadt‘ mit einer Liebesgeschichte und spirituellen Einflüssen verbinden. In Österreich hatte Burnout zu der Zeit Hochkonjunktur. So ließ ich die Hauptfigur, die 34jährige Rosalia nach einem Burnout in die ‚verlorene Stadt‘ wandern, im Inneren auf der Suche nach sich selbst. Auf der Reise kommt sie in Kontakt mit ihrem Kern, auch über eine Stimme aus dem Off, die ihr spirituelles Erwachen forciert. Auf dem Weg verliebt sich Rosalia in einen einheimischen jungen Mann, doch die beiden werden gekidnappt…

Die Geschichte ‚La Pasion – In den Fängen der Leidenschaft‘ beruht auf wahren Begebenheiten. Nur die spirituelle Stimme aus dem Off natürlich nicht. Ich bin so dankbar für all die inspirierenden Menschen, die ich auf meiner Kolumbien-Reise kennenlernen durfte. Ihr bleibt für immer in meinem Herzen! Ich liebe Euch!

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Hintergrundgeschichte zu meinem Kuba – Roman

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