Kuba-Feeling

Havanna2Dies ist ein Artikel aus der Serie Aus der Universität des Lebens.

Ein kubanischer Freund von mir hat mir am Wochenende wieder einmal die Augen geöffnet. Ich fühlte mich am Ende der Woche gestresst und ausgelaugt und war müde. Als ich mit Freunden in seiner neuen Wohnung ankam, änderte sich mein Zustand schlagartig. Die Fenster waren sperrangelweit zu einer stark befahrenen Innenstadtstraße hin geöffnet, man hörte den Abend-Verkehr und die Stimmen von Passanten. Mein kubanischer Freund meinte: „Ich liebe das Geräusch der Autos und der Menschen, so fühle ich mich wie in Havanna. Die Vormieterin gab die Wohnung her, weil sie ihr zu laut war, ich habe sie gemietet, weil ich mit dem Lärm das Gefühl habe, Teil des Lebens da draußen zu sein, auch wenn ich hier drin bin.“ Für den restlichen Abend hatte auch ich das Gefühl, nicht in Wien, sondern mitten im brodelnden Havanna mit Freunden zusammenzusitzen.
Es roch nach meinem kubanischen Lieblingsgericht, schwarze Bohnen, Reis, gebratene Bananen, Yuka und Mais-Kartoffel-Ei-Fladen. Im Hintergrund spielte Salsamusik.
Beim leckeren Essen erzählte uns mein kubanischer Freund, er hätte sich in der ersten Zeit in Wien über die angespannten Gesichter der Menschen in den Straßen gewundert und darüber, warum niemand zurücklächelt, wenn er lächelt, wie das in Havanna der Fall wäre, denn dort bemerkten sich die Menschen gegenseitig. Er sagte, dass er das Wort ‚Stress‘ nicht kannte, bevor er nach Österreich kam. ‚Cansado‘, ‚Präocupado‘,  müde oder besorgt, so würden Kubaner ihre Gefühlszustände bezeichnen, aber Stress käme in ihrem Wortschatz nicht vor. Mein Freund erklärte weiter, dass das, was Österreicher als Stress bezeichnen für seinen Organismus nicht gesund wäre und er sei nicht gewillt, sich diesen Modus anzugewöhnen. So teilt er sich das Leben so ein, dass er zumindest zeitlich keinen Druck hat und gestaltet sein Erdendasein so, dass er möglichst viele Glücksmomente erlebt. Täglich. Das passiert, wenn er Bilder malt, er in der Arbeit mit Menschen im Gespräch ist, wenn er mit seinen Kindern spielt, oder wenn er Abends tanzen geht. Er lebt von Moment zu Moment. Die Menschen lieben ihn, er geht durch die Gassen und bringt frischen Wind aus der Karibik nach Wien mit seinem fröhlichen Lächeln, mit dem er fast jeden anzustecken vermag. Sein Leben war bei Gott nicht immer einfach, aber er hat es geschafft, von Tag zu Tag zu leben. „Was morgen ist, darüber kann ich morgen nachdenken. Wenn ich ein Problem habe, löse ich das, was ich heute lösen kann und dann befördere ich das Problem bildlich in eine Kiste und es betrifft mich in dem Moment nicht länger. Wenn es wieder relevant wird, kann ich es erneut auspacken und weitere Lösungen finden.“
Er meinte weiter, dass sein Leben in Wellen verliefe. Es gäbe Phasen, in denen alles leicht wäre und Phasen, die schwierig sind. Und das will er auch so. Denn immer wenn er in eine schwierige Phase eintaucht, wird er gezwungenermaßen mitten ins kLebekatapultiert und spürt wieder, dass er lebt.  Anschließend geht es wieder aufwärts.

Der Abend klang in einem kleinen Tanzlokal aus, wo wir alle unsere Hüften zu Lateinamerikanischer Musik schwangen. Die Leidenschaft des Kubaners war inzwischen auf uns alle übergeschwappt. Als wir uns verabschiedeten, sagte er zu uns ‚Estoy feliz‘, ich bin glücklich, weil dieser Abend so schön war mit Euch. Und nun tragen wir diese frische Leichtigkeit, die unser Kubanischer Freund verbreitet, zu anderen Menschen weiter um ihnen auch eine Portion Glück zu schenken, die darin liegt, im JETZT zu leben.

Danke mein Freund für diesen wundervollen Abend. Estoy feliz!

Kuba – Feeling für den Alltag :-): El Secreto – Das geheimnisvolle Manuskript
 
Spiritueller KUBA-Thriller by Gina Jacobsen
Jacobsen_Secreto_ebook_final2_neuDie vierunddreißigjährige Rosalia lässt ihr altes Leben hinter sich und reist nach Kuba, um ihre Berufung zu finden. 

Sie erfährt von einem seltsamen Manuskript, das ein Jahrhunderte altes Geheimnis birgt und wie ein wertvoller Schatz an einem versteckten Ort verwahrt wird. In der Hoffnung, darin die Antwort auf all ihre Fragen zu finden, macht sie sich auf die Suche nach dem Schriftstück. Dunkle Machenschaften wollen Rosalia davon abhalten, ihr Ziel zu erreichen. Warum? Und wer ist der geheimnisvolle Fremde, der scheinbar immer wieder zufällig ihren Weg kreuzt?

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