Beim Kennenlernen geht es nicht darum, zwanghaft die ›Unnahbare‹ zu spielen

PfauDies ist ein Artikel aus der Serie Wie Männer ticken.

Aufgrund einiger Anfragen von Leserinnen muss ich noch einmal klarstellen: Ladys, es geht bei der Annäherung an Männer NICHT darum, zwanghaft ›hard to get‹ zu spielen.
Das wirkt aufgesetzt und ist höchst unsexy.
Beim Kennenlernen des Traumprinzen geht es um etwas ganz anderes…

Ein Pfauenmännchen möchte seine Holde beeindrucken. Er wartet, bis sie endlich hinter der Scheune hervorkommt und in dem Moment, in dem er sie erblickt, schlägt er das wunderschönste Rad, dass er imstande ist zu präsentieren und tänzelt einmal um die eigene Achse, dabei glucksende Balzgeräusche von sich gebend. Er erwartet, dass sie ihn aus den Augenwinkeln beobachtet, während sie vorgibt, Körner vom Boden aufzupicken. Er weiß, wenn er ihr folgt, wird sie sich von ihm entfernen. Er wird nicht aufgeben, bis er sie von sich überzeugt hat.
Doch diese Pfauendame tickt anders.
Sie geht auf das Männchen zu, strahlt ihn an, dann setzt sie sich auf den Boden, um ihm zu signalisieren, dass sie nun bereit ist, sich von ihm besteigen zu lassen.
Das Rad des Pfauenmännchens fällt reflexartig in sich zusammen. Er wollte sie umtanzen, umwerben, beeindrucken, sie jagen und stattdessen liegt sie schon vor ihm, bevor er überhaupt sein gesamtes Macho-Repertoire ausgepackt hat.

Ein Mann geht auf Hirschjagd. Er pirscht durchs Gestrüpp, das Gewehr geschultert. Die Sonne blitzt hinter den Wolken hervor. Er setzt gerade an, lautlos den Hochsitz zu besteigen, da sieht er ihn: Einen Zwölfender, der von der anderen Seite der Lichtung direkt auf ihn zukommt. Der Mann hält inne, er möchte das Tier nicht verjagen. Vorsichtshalber legt er an und zielt. Im Zielfernrohr kann er die Wimpern des Hirsches erkennen, so nah ist er ihm. Er legt den Finger auf den Abzug, doch irgendetwas hält ihn davon ab, abzudrücken. Der Hirsch läuft nun: Direkt auf den Mann zu. Und zwei Meter vor ihm, bricht er zusammen. Tot.
Wie stolz wird dieser Mann seinen Freunden von seiner Jagd berichten? Er hat überhaupt nichts dazu beigetragen, den Hirschen zu schießen Das Tier hat sich einfach vor ihn hingelegt.
Manche Frauen spielen ›toter Hirsch‹. Willst Du ein ›toter Hirsch‹ sein, oder eine spannende, geheimnisvolle Frau, bei der der Mann erst seine Männlichkeit präsentieren darf, bevor Du tot vor ihm zusammenbrichst?

Stell Dir vor, Du kaufst einen Krimi. Am Abend legst Du Dich auf die Couch, um Dich diesem, dem Klappentext nach, vielversprechenden Buch zu widmen. Du schlägst die erste Seite auf und beginnst zu lesen: ›Lisa, Volksschullehrerin, ging, wie jeden Tag zur Arbeit. Plötzlich gellt ein Schuss durch die Morgenluft und trifft sie mitten ins Herz. Sie bricht tot zusammen. Der Mörder war der Gärtner.‹ Die restlichen Seiten des Buches sind leer.
Spannende Story, nicht wahr? Würdest Du dieses Buch Deinen Freunden weiterempfehlen? Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht. Warum? Ein spannender Roman zeichnet sich dadurch aus, dass Spannung erzeugt wird. Und Spannung entsteht, indem entscheidende Informationen so lange wie möglich zurückgehalten und im Laufe der Geschichte Stück für Stück preisgegeben werden. Genauso ist es am Beginn einer Beziehung. Am ersten Abend mit einem Mann ins Bett zu hüpfen ist genauso, wie dieser wundervolle Krimi. Null Spannung.

Nun die Aufgabe des Mannes ist es, zu jagen. Die Aufgabe der Frau ist es, Spannung zu erzeugen. Und das gelingt nicht mit zwanghaftem ›play hard to get‹, sondern damit, dass Du dem Mann den Raum gibst, seine Fähigkeit, dich zu beeindrucken, unter Beweis zu stellen. Nimmst Du ihm diese Chance, wird er Dich sicherlich nicht von der Bettkante stoßen, aber in seine zukünftigen Abendgebete wirst Du damit nicht eingehen, sondern eher als ein Haken in seiner ›langweiligsten Krimis, die ich gelesen habe‹-Liste enden.

Ladys, auf geht´s. Schreibt eine spannende Geschichte. Eine, die es wert ist, in Hollywood verfilmt zu werden. Ihr seid die Regisseurinnen Eures Lebens.

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Finger weg von Männern anderer Frauen!

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