Der Mann ist der Fels, die Frau ist die Brandung

fels brandungDies ist ein Artikel aus der Serie Wie Männer ticken.

Es ist der 12. Dezember 2006. Der weltbekannte Speaker Anthony Robbins steht auf der Bühne und spricht über die verführerische Magie, weiblicher Energie und die kraftvolle Ausstrahlung eines Mannes, der sich seiner Rolle, als ›Fels in der Brandung‹ bewusst ist. Tony erwähnt die elektrisierende Leidenschaft, die entsteht, wenn die unterschiedlich gepolten Liebenden aufeinandertreffen. Dann hält er inne. Die Stille im Raum vibriert. Spannung liegt in der Luft. Der Saal ist abgedunkelt. Mit mir warten noch 1500 weitere Menschen gespannt darauf, was nun folgt.
Lateinamerikanische Musik ertönt aus den Lautsprechern.
Nun bittet Tony 10 freiwillige Männer und 10 Frauen zu sich.
Die Leute wandern auf die Bühne. Er fordert sie auf, sich zum Rhythmus der Musik zu bewegen. Eine Rothaarige schließt die Augen und gibt ihren Körper den Klängen hin. Es sieht aus, als wäre sie eins mit der Musik. Die anderen 9 Frauen schauen verschreckt und bemühen sich, mit den Männern gemeinsam, unbeholfen abgehackte Bewegungen aus ihren Gliedern zu locken, die eher an Roboter erinnern, die nicht auf den Takt kalibriert sind. Als der Song zu Ende ist, öffnet die Rothaarige die Augen, ihr Gesicht wirkt entspannt. Bei den anderen fällt die Spannung erst ab, als sie in einer Reihe Aufstellung nehmen müssen.
Tony fragt das Publikum: »Welche Frau kam am weiblichste rüber? Antwortet bitte mit einem lauten ›Yes‹ wenn ich auf die entsprechende Person zeige.«,
2,20 Meter groß, ragt Tony, wenn er hinter der Personenreihe steht, weit über die Köpfe der Versuchspersonen hervor. Der Reihe nach, zeigt er auf die 10 Frauen und bei der letzten, der Rothaarigen, brüllen alle ›Yes‹.
»Weibliche Energie kontrolliert nicht, sie lässt sich gehen, gibt sich den Klängen hin, sie ist die Musik«, erklärt er.
Den zweiten Teil seiner Frage finde ich nun noch spannender. Das Publikum muss den Mann auswählen, der am wenigsten männlich rüberkam. Das Opfer ist schnell gefunden. Der arme Kerl steht verzweifelt da und man kann seinem Gesichtsausdruck entnehmen, dass er sich fragt, was er wohl falsch gemacht hat. Tony flüstert ihm etwas ins Ohr. Augenblicklich verändert Körperhaltung und Mimik. Ein Raunen geht durchs weibliche Publikum. Binnen einem Bruchteil einer Sekunde trägt dieser Mann für mich das Attribut ›männlich‹.
Tony verrät, was er ihm ins Ohr geflüstert hat. »….In My Core, i am a man. Im fucking there for her any time, no matter what …«
»Der Mann ist der Fels«, sagt Tony, »die Frau ist die Brandung. Sie wirbelt, dramatisiert, schimpft, springt, tanzt, lacht. Meine Herren, all das, ist ein Test. Sie will wissen, ob der Mann noch der Fels ist, der sich vom Gewirbel nicht beeindrucken lässt, die Frau direkt am Herzen packt und ihr das Gefühl gibt, er führt sie. Sie will wissen, sie ist sicher bei ihm und kann sich in seiner männlichen Energie fallen lassen. Männliche Energie führt, trifft Entscheidungen, hat die Kontrolle, bändigt den weiblichen Wirbelwind, indem er die Energie ausstrahlt ›Lady, im there for you, No matter what.‹.«
Wir Frauen wollen wissen, ob er präsent ist, ob er da ist, ob wir bei ihm sicher sind, deshalb testen wir.

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Männliche vs weibliche Energie

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