Die Trickkiste einer Verführerin

 

VerführungDiese Szene aus dem Erotik-Thriller Der Klang der roten Violine, zeigt eine One-Night-Stand-Verführerin in medias res:

…Erika fand in unmittelbarer Nähe zur Eden-Bar direkt in der Liliengasse einen Parkplatz. Bei dem Wetter ließen die Nachtschwärmer offensichtlich die Autos lieber zu Hause.

Da der Gehsteig geräumt war, konnte sie die Stiefel gleich im Auto gegen ihre Highheels austauschen und musste nur zum Eingang balancieren.

Der bemantelte Türsteher musterte sie von oben bis unten und lächelte. Erika schenkte ihm den Blick einer Frau, die sich in ihrem Körper wohlfühlte, und streunte wie eine Katze in die schummrigen Räume des Lokals. Das also war der Ort, an dem schon Romy Schneider, Falco, Liz Taylor, José Carreras und sogar der Schah von Persien verkehrt hatten. Erika folgte deren Spuren direkt zur Bar. Als hätte sie es geahnt, hatte sie offensichtlich die passende Kleidung und Haarfarbe für dieses Ambiente gewählt: Eine dunkelrote Tapete zierte die Wände, die Bänke waren mit rotem Samt überzogen und überall hingen rote Vorhänge, als wären hinter ihnen Bühnen versteckt. Sogar der Teppich war rot. Die meisten Tische waren besetzt, in ihrer Mitte standen diverse Flaschen. Erika spürte, wie ihr auf dem Weg zur Bar einige Blicke folgten. Sie drückte die Schultern nach hinten durch, warf die Haare in den Nacken und glitt grazil mit leicht schwingenden Hüften zum Tresen.

Auf der Tanzfläche schmiegten sich zu ›Singing in the rain‹ drei Pärchen aneinander. Einer der Herren begegnete Erikas Blick. Sie musterte ihn, deutete ein Lächeln an und nahm auf einem Barhocker Platz. Sie setzte sich so hin, dass sie den Raum überblicken, jeder sich am Anblick ihres nackten Rückens ergötzen und im Profil vielleicht auch gleich bemerken konnte, dass sie keinen BH trug.

Der in einen Frack gekleidete Kellner mit Dreitagebart wandte sich von hinter der Bar Erika zu. Sie bestellte einen Cosmopolitan.

Links von ihr unterhielten sich zwei Anzugträger mit Bauchansatz und lichtem Haar mit einer drallbrüstigen Blondine, die ihre Reize offenherzig zur Schau trug und ihre Lippen deutlich über den Rand hinaus rot angemalt hatte. Die Männer wirkten wie zwei Hunde, die sich um einen Knochen stritten. Die Frau genoss sichtlich die konkurrierende Aufmerksamkeit, denn sie schenkte immer abwechselnd mal dem einen, mal dem anderen einen sehnsuchtsvollen Blick aus ihren Rehaugen.

Erika zündete sich eine Zigarette an und ließ ihren Blick durch den Raum schweifen. Die zwei einsam wirkenden Typen, die in einem der Samtsofas versanken und denen Erika von weitem ansah, dass sie nicht allzu oft zum Zug kamen, ignorierte sie, obwohl beide wie Zuchtbullen in ihre Richtung stierten. Zwei Tische weiter, seitlich zu ihr gedreht, steckte sich ein anderer Mann ohne Begleitung eine Zigarre an. Erika hatte gerade einen Schluck Cosmopolitan getrunken, als sich ihre Augen trafen. Ein paar Sekunden lang. Erika drehte ihren Körper wieder zur Bar. Sie streckte ihren Rücken durch, sodass die Rundungen ihres Pos zur Geltung kamen und strich mit den Fingern durch ihre Haare. Als sie den Blick kurz hob, sah sie, wie der Kellner hinter dem Tresen anzüglich lächelte.

Welchen Namen würde sie heute tragen? Roxana? Lullaby? Emanuela? Das würde sie spontan entscheiden, wenn er vor ihr stand. Sie drehte ihren Kopf noch einmal, um zu überprüfen, ob er angebissen hatte. Und wie! Er war bereits auf dem Weg zu ihr. Also sah sie wieder weg.

Plötzlich stand er neben ihr. Er durfte knapp über vierzig sein, größer und breiter, als es den Anschein gehabt hatte, und sah sie von oben an mit einem Blick, der signalisierte, dass er es gewohnt war, zu dominieren. Diesen Spieß würde sie bald umdrehen. Sie sah ihn mit zu Schlitzen verzogenen Augen an, kippte ihren Kopf zur Seite und spielte mit ihrer Silberhalskette, ihre Lippen halb geöffnet.

»Meine Göttin, unser Schöpfer hat mir geflüstert, dass ich mich heute Nacht um Sie kümmern soll …«, sagte er mit dunkler Stimme. Seine Schlupflider wirkten irgendwie sexy, fand Erika. Er zeigte seine gepflegten Zahnreihen und strich sich durch die grau melierten, nach hinten frisierten Haare, als er nachsetzte: »… und das Wissen um Ihren Namen würde unseren gemeinsamen Umgang beträchtlich erleichtern …«

Erika musste innerlich lächeln. So gewählt hatte sie schon lange niemand mehr angemacht. Sie entschied sich für »Emanuela«, nahm einen tiefen Zug von ihrer Zigarette und blies dem Mann den Rauch ins Gesicht.

Er wusste diese Tat gekonnt zu überspielen, indem er dem Kellner beschied: »Schenken Sie Emanuela doch noch ein Glas ein!«

»Sie sind es gewohnt, Entscheidungen zu treffen, nicht wahr? Nicht nur für sich, sondern auch für andere.« Erika wandte sich von ihm ab und blickte ihn nun schräg über die Schulter an, als wolle sie ihm signalisieren: Du hast es verbockt, aber eine kleine Hintertür lasse ich dir noch offen.

Nun sah sie ein Blitzen in seinen Augen, das tief in ihrem Inneren einen Instinkt auslöste, den sie jahrelang sorgfältig im Dunkeln verborgen gehalten hatte. Schnell verdrängte sie den Anflug von Überwältigung, konzentrierte sich auf die Lippen ihres Gegenübers und lauschte der sonoren Stimme.

»Oh Entschuldigung, wenn ich Ihnen zu nahe getreten bin, Emanuela. Was hätten Sie gerne zu trinken?« Der Mann kam nun wieder näher an sie heran.

»Ein Glas Champagner, bitte.«

»Sie haben gehört. Ein Glas Champagner für die Dame«, sagte er zum Kellner, »für mich den Cosmopolitan. Ich heiße übrigens David.« Er zog den Barhocker heran und setzte sich neben sie. Seine Zigarre hatte er offensichtlich auf seinem Tisch liegen gelassen, aber sein Atem war rauchgeschwängert, das mochte sie.

»David«, wiederholte sie und dämpfte ihre Zigarette aus. »Darf ich dich ›Dave‹ nennen?« Den Namen ungefragt abzuwandeln, war schon der erste Schritt, die Führung zu übernehmen. Sie wartete die Antwort gar nicht ab. »Dave, erzähl mir von dir«, sagte sie mit samtweicher Stimme. Sie fand es immer wieder interessant, was Männer ihr manchmal bei dieser offenen Frage über sich erzählten. Sie schätzte Dave aber nicht so ein, dass er überhaupt darauf antworten würde. Sie glaubte, dass er es gewohnt war, die Fragen zu stellen, nach dem Motto ›Wer fragt, der führt‹. Doch er konnte natürlich nicht wissen, dass sie sich dieses Credo in der Rolle der Rothaarigen auch zu eigen gemacht hatte.

Dave stütze sein leichtes Doppelkinn auf seinem Handrücken ab und fixierte Erika mit zurückgezogenem Kopf. »Sie sind eine mysteriöse Frau, Emanuela.«

»Du siehst aus, als wärst du ein erfolgreicher Mann, Dave.« Das sollte ihm in seiner Männlichkeit schmeicheln. Danach konnte sie zum nächsten Schachzug ansetzen.

Dave legte seinen Kopf schräg. »Was macht dich da so sicher?«

»Dein Auftreten. Du wirkst selbstsicher und bestimmt. Fackelst nicht lange rum. Triffst Entscheidungen.«

»Hinter diesem hübschen Gesicht scheint sich eine brillante Psychologin zu verstecken.« Wie er sie dabei ansah, erregte Erika. »Dr. Emanuela, Sie haben mich durchschaut. Ich bin Börsenmakler.« Dabei strich er wieder durch seine Haare.

Er hatte angebissen. Sein männlicher Stolz war einbalsamiert. Erika hakte nach: »Das heißt, du bist ein vielbeschäftigter Mann.« Sie wartete ein leichtes Nicken von seiner Seite ab und fügte hinzu: »Ist das Leben, das du lebst genau das, das deinen Träumen entspricht?« Sie beobachtete, wie er leicht zusammenzuckte, dann setzte sie fort: »… oder schlummern in dir geheime Wünsche und Träume, deren Ausleben du dir für später aufheben musst? Wünsche, die du nicht einmal dir selbst gegenüber eingestehst«, sie machte eine Kunstpause, um das Gesagte wirken zu lassen, dann setzte sie fort, »… es gibt eine Stimme in dir, die etwas anderes will, nicht wahr? Bum bum, bum bum, bum bum.« Sie klopfte im Rhythmus des Gesagten auf ihr Herz.

Getroffen. Sein leichtes Lächeln erstarb augenblicklich. »Das driftet in sehr psychologische Sphären ab«, erwiderte er und entrang sich einen knappen Lacher.

»Deine Frau wartet zu Hause, richtig? Während du hier nachts durch die Bars streifst, auf der Suche nach Abenteuern, die in deinem richtigen Leben fehlen.«

Dave wandte sich ab.

»Prickelnde Leidenschaft. Feuer. Fühlen, dass du lebst.« Erika merkte, dass er kurz davor war, zu gehen, denn er stützte sich mit der linken Hand am Hocker ab und würde sich wohl in Kürze erheben. Jetzt war es an der Zeit, die Reißleine zu ziehen. »Zumindest geht es mir so«, sagte sie mit weicher Stimme, »… ich träume von … ach was, meine Träume interessieren dich sowieso nicht, habe ich recht Dave?« Sie schlug ihre Augen sanft auf. Er hatte seine Hand vom Hocker genommen und wirkte wieder entspannter.

»Du bist eine mysteriöse Frau, Emanuela«. Oh, er war nun auch aufs »Du« umgeschwenkt, das war ein gutes Zeichen. Und einen sehr weiten Kommunikationshorizont schien er nicht zu haben. »Oh bist du mysteriös«. Das war wohl sein Standardsatz. Vielleicht traf er damit einige Frauen tatsächlich mitten in ihr Hormonzentrum, doch bei Erika wirkte so ein Gedösel nicht. Sie konnte ihn dennoch zumindest glauben lassen, dass sein Spruch funktioniert hatte. Sie verschob den seitlichen Schlitz am Kleid, sodass Dave beim Überschlagen ihrer Beine bemerken musste, dass sie keine Unterwäsche trug. Während sie das tat, beobachtete sie seinen Blick, der ihr in ihren Schritt gefolgt war. Daves Atem setzte kurz aus, dann räusperte er sich, schloss seinen Mund und hob den Blick. Seine Augen trafen ihre. Sie fixierte ihn von unten, richtete dann ihren Kopf auf und biss sich auf die Unterlippe. Die Macht, die ihre Weiblichkeit über ihn hatte, verursachte ein Kribbeln in ihrem Bauch. Sie merkte, wie sich ihre Brustwarzen durch den Stoff des Kleides drückten. Als sie sich ihrem Champagnerglas zuwandte, streckte sie ihren Busen heraus, sodass Dave ihre Erregung wahrnehmen konnte,  prostete ihm mit einem kurzen Blick über die Schulter zu und trank das Glas in einem Zug aus. Er erwiderte ihren Toast, leerte auch sein Glas und bestellte zwei neue Gläser.

Wohl um von sich abzulenken, bemühte er sich erfolglos, Erika über ihr Leben auszufragen. Die Originalität des Anfangs hatte er längst eingebüßt. Wo arbeitest du? Wie alt bist du? Lebst du mit jemandem zusammen? Erika antwortete mit Gegenfragen. Was glaubst du, was ich beruflich mache? Wie alt schätzt du mich? Siehst du mich in einer Beziehung oder als Single? Wenn Beziehung, dann mit welchem Typ Mann? Er hatte ihr Alter fast richtig auf Anfang dreißig geschätzt, gemeint, dass sie der Typ Frau zu sein schien, der sich grundsätzlich nicht in eine Beziehung zwänge, womit er auch recht hatte. Beruflich meinte er, widme sie sich sicher etwas Exotischem, wie Magierin, Schriftstellerin, Bauchtänzerin oder Flirtberaterin.

Nun war es an der Zeit, in die Offensive zu gehen. »Verführ mich«, hauchte Erika und lächelte, »an einen Ort, wo uns niemand finden kann«.

Dave erstarrte einen Augenblick ob des abrupten Themenwechsels.

Sie erhob sich von ihrem Hocker.

Als er sich wieder gefangen hatte, verkündete er: »Mit Vergnügen Madame. Darf ich Sie zur Garderobe geleiten?« Er legte einen Geldschein auf den Tresen, stand auf und reichte Erika seinen Arm zum Einhängen.

An der Garderobe half er ihr in den schwarzen, langen Kunstfellmantel. Während ihr Arm in den rechten Ärmel schlüpfte, trat sie einen Schritt zurück und berührte wie zufällig mit ihrem Po Daves empfindlichste Stelle. An dem kurzen Moment seines Innehaltens erkannte sie, dass er irritiert war. Während er noch den Mantel hielt, glitt Erikas linke, von der Garderobe abgewandte Hand nach hinten zwischen ihren Po und seinen Schritt. Sein kleiner Freund stand stramm und freute sich über die Zuwendung. Ihre Finger drückten zu, bis sie Dave zischend einatmen hörte. Sie nahm die Hand weg, legte ihren Kopf einen Moment zurück, sodass er ihre Haare an seiner Wange spüren konnte und ihr Parfum wahrnehmen musste. Dann knöpfte sie ihren Mantel zu als wäre nichts geschehen, winkte dem Garderobiere kurz zu, scharwänzelte am Türsteher vorbei und trat nach draußen. Bei dem vielen Schnee würde sie ihren Schlitten wohl stehen lassen und am nächste Tag abholen müssen.

Dave winkte eine vereinsamte Taxe von der Straße. Er öffnete die hintere Wagentür, ließ Erika einsteigen, setzte sich neben sie und nannte dem Fahrer eine Adresse im achten Bezirk beim Spittelberg.

Der Taxifahrer schaltete die türkischen Klänge  auf Radio um. »Oh, uns gefällt diese Musik«, sagte Dave, »und könnten sie sie möglichst laut aufdrehen bitte?«

»Der Gast ist König«, sagte der Fahrer und lachte. Das südliche Geträller füllte wieder den Fahrraum. Erika lehnte ihren Kopf nach hinten, schob ihren Mantel unauffällig vom Oberschenkel, spreizte ihre Beine, nahm Daves linke Hand und führte sie zu ihrem Schritt. Erst berührte er zaghaft ihre nackte Frucht, kurze Zeit später schob er zielstrebig einen Finger in sie. Erikas Lenden kribbelten, sie atmete tief ein. Daves Daumen kreiste über ihrer Knospe. Er hatte geschickte Hände. Das würde ein vergnüglicher Abend werden. Sie schlug ihren Mantel weiter auf, sodass er sich über sein Heiligtum breitete. Im Rückspiegel sah sie die Blicke des Fahrers, der offensichtlich Gefallen daran fand, sie beide zu beobachten. Ihre Hand wanderte zu Daves Gürtel und öffnete seine Hose. Sein Prachtexemplar sprang ihr zuckend aus der Boxershorts entgegen. Sie umfasste es mit festem Druck und hörte Daves unterdrücktes Stöhnen. Ihre Finger umspielten die Eichel, fuhren entlang des Schafts und umklammerten die Hoden. Sie waren so hart, dass Erika befürchten musste, dass sie sich gleich entladen würden. Dave hatte seinen Kopf inzwischen auch nach hinten gelehnt. Erika entzog sich seinen Fingern, presste ihre Schenkel zusammen, sodass er sie nicht weiter necken konnte, und rieb seinen Schwanz immer schneller, bis er weiter anschwoll. Dann stoppte sie abrupt und nahm ihre Hand weg. Jetzt dürfte er noch nicht sein Pulver verschießen. Sie lächelte innerlich.

»Gemeines Luder«, flüsterte Dave neben ihrem Ohr. Er atmete tief ein. »Dafür wirst du bezahlen.«

Wer was und wann bezahlte, bestimmte immer noch sie. Aber das schien er noch nicht begriffen zu haben.

Das Taxi hielt an, Dave verstaute seinen ungeduldigen Freund, schloss eilig seine Hose und zahlte. Sie stiegen aus.

Dave schloss das mit Schnörkeln verzierte Holz-Eingangstor des gut gepflegten Wohnhauses auf und betätigte den Lichtschalter. Im Treppenhaus roch es nach typischem Altbau. Eine breite Stein-Wendeltreppe mit weißem Geländer schlängelte sich nach oben.

»Welches Stockwerk«, fragte Erika und ging voraus.

»Viertes.«

Während sie nach oben stieg, zog sie ihren Mantel aus, hängte ihn über den linken Arm, an dem sie auch ihre Tasche trug, hob mit der anderen Hand ihr Kleid an, damit sie nicht draufstieg, und zog es dabei unauffällig nach vorne, dass es bei jedem Schritt ihren Po umspielte. Das verfehlte seine Wirkung nicht. Auf einmal spürte sie Daves Hand auf ihrem Hintern. Erika warf ihre Haare in den Nacken, drückte ihren Rücken durch und verlangsamte ihr Tempo, sodass Dave aufholen konnte. Als er fast neben ihr stand, legte sie ihre Hand in seinen Schritt. Während er Stufe für Stufe nach oben ging, öffnete sie seinen Hosenschlitz und beförderte seinen vibrierenden Dolch nach draußen, während sie Dave einen verführerischen Blick und ein breites Lächeln schenkte. Dann packte sie fester zu, sodass er nach Luft schnappen musste. Seine linke Hand fuhr durch den Schlitz von Erikas Kleid, streifte ihre halterlosen Strümpfe, umfasste ihre Pobacke, drückte zu, wanderte weiter und hielt zwischen ihren Beinen an. Ein Finger versank in ihrem Fleisch. Erikas Lenden waren wie elektrisiert und ihre Brustwarzen richteten sich auf. Der Penis in ihrer rechten Hand begann zu zucken, woraufhin sie ihre Tätigkeit abrupt stoppte.

»Nicht aufhören«, hauchte David, »bitte«.

Erika entwand sich seinen Fingern, schenkte Dave ihr verlockendstes Lächeln und begann weiter die Treppe hinaufzusteigen. Er bekam ihr Kleid zu fassen, und bremste ihre Bewegung.

»Nicht so hastig, Honey. Wir sind ja gleich oben.«

Das nahm Dave als Anlass, sie an der Hand zu packen und zum Stehenbleiben zu zwingen. Sein Schwanz stand nach wie vor aus der Hose. Er drückte Erika neben einer Wohnungstür im dritten Stock gegen die Wand des Treppenhauses, fasste ihre beiden Handgelenke und packte fest zu.

»Gehen wir in deine Wohnung«, zischte Erika außer Atem.

»Ich will dich! Jetzt«, erwiderte Dave und schob mit seinen Füßen grob ihre Beine auseinander. Die Tasche und der Mantel, die über Erikas linken Arm gehangen hatten, fielen zu Boden. Dave ließ ihre Hände los und schob das Kleid beim Seitenschlitz über ihre Oberschenkel, sodass er Zugriff zu ihrem Allerheiligsten hatte. Sie versuchte, sich ihm zu entwinden, doch er presste seine rechte Hand auf ihren Mund und drückte ihren Kopf gegen die Wand. Mit der anderen Hand führte er seinen Schwanz in ihren Schoß und versenkte ihn in ihrem Bauch. Er stieß zu. Schnell. Ruckhaft. Erika spürte, dass er kurz davor war, zu kommen. Sie riss sich los. In seinem ekstatischen Taumel hatte Dave den Druck auf ihr Gesicht gelockert. Sein Penis glitt aus ihr, sie drehte sich an der Wand entlang und wollte sich seinem Griff entreißen, doch er packte ihre rechte Hand und bog diese so grob auf Erikas Rücken, dass ein gewaltiger Schmerz durch ihre Schulter schoss.

»So einfach kommst du mir nicht davon«, zischte er. »Das wolltest du doch. Nicht wahr? Das törnt dich doch an«. Er hatte recht. Es törnte sie an. Vor allem, wenn sie daran dachte, was sie eigentlich mit ihm vorhatte. Sie stand jetzt mit dem Bauch zur Wand.

Er zog ihr Kleid hoch und stieß seinen gierigen Schwanz mit einem harten Ruck in sie, immer noch Erikas rechte Hand auf den Rücken gedreht, sodass sie ihm nicht entkommen konnte. Sie drückte die Stirn gegen die kalte Wand. Es gab kein Entrinnen, er würde sich nicht mehr davon abhalten lassen, seine ganze Leidenschaft hier und jetzt in ihr zu entleeren.

Auf unergründliche Weise machte es sie heiß, wenn Männer sie so sehr wollten, dass sie ihre Kontrolle verloren, nur noch dem tierischen Trieb folgten, und handelten, als wären sie nicht mehr Herr ihrer Sinne. Sie reckte ihm ihren Po entgegen und spürte seine ganze Gier an ihren Muttermund schlagen. Seine Lenden klatschten an ihr Hinterteil. Er stieß immer schneller zu, packte mit beiden Händen ihre Hüften und ließ die letzten drei Stöße mit einem lauten Stöhnen über Erika ergehen. Sein Schwanz in ihr erzitterte und ergoss seinen Samen in ihrem Bauch. Als er ihn aus ihr herauszog, tropfte Sperma auf den Boden. Erika strich ihr Kleid glatt, drehte sich um und sah in Daves geweitete Augen. Ein Lächeln huschte über sein Gesicht, während er seine Hose schloss.

»Das war der Fick meines Lebens«, sagte er. »Komm mit in meine Wohnung …«

»Ich muss gehen«, erwiderte Erika knapp, hob ihren Mantel vom Boden hoch, zog ihn sich über, schnappte die Tasche und ging.

Als sie die Treppe nach unten stöckelte, rief er ihr nach: »Kommst du wieder Emanuela? Glocke Nummer zwölf. Außer Samstag und Sonntag. Da bin ich meistens auf dem Land.«

Mit Frau und Kindern, dachte Erika. Sie sandte ihm einen bösen Blick hinterher. »Nein, danke«, sagte sie.

»Emanuela. Ich bitte dich! Der Fick meines Lebens«, vernahm sie seine Stimme leiser werdend aus dem Treppenhaus über ihr.

Zum Inhaltsverzeichnis ‚Wie Männer ticken‘

 

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